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Alles was du wissen musst!

WET FEET BUYERS GUIDE: BOARDS

Hier findest du alles was du über Kiteboards wissen musst um am Strand mitreden zu können oder dich auf den Kauf deines nächsten Bretts vorzubereiten. Du kannst uns aber auch gerne einfach schreiben oder uns anrufen und wir beraten dich gerne und suchen zusammen mit dir das Richtige Brett für dich aus!

1 - Welches Board für meinen Fahrstil?

Wie bei Kites auch gibt es bei Brettern Anforderungen ans Material, die sich aus dem ergeben was du gerne mit dem Board auf dem Wasser anstellen willst. Hier findest du die Antworten dazu was dein Brett können sollte um deinen Fahrstil zu unterstützen und optimalerweise auch zu verbessern.

Freeride

Freeridebretter zeichnen sich besonders durch ihre Vielseitigkeit aus. Sie können im Grunde fast alles, aber wenn du dich voll und ganz einer Disziplin hingeben möchtest solltest du dennoch ein spezialisiertes Brett ins Auge fassen. Neben ihrer Vielseitigkeit setzen Freerideboards auf Komfort und Kontrolle. Du suchst ein Brett welches sich gut im Kabbelwasser manövrieren lässt, du auch nach Stunden keine schmerzenden Knie hast, das schnell unterwegs ist und mit dem du gut Höhe laufen kannst. Damit du in Kabbelwasser gut zurechtkommst und lange Sessions haben kannst sollte das Board nicht zu hart sein. Ein starker Rocker hilft dir zwar im Kabbelwasser macht das Höhelaufen aber unnötig schwer. Etwas weicher abgestimmt mit einem vergleichsweise flachem Rockerprofil ist das was du brauchst!

Freestyle

Hin und her fahren macht dir nur begrenzt Spaß und du sammelst Geschwindigkeit am liebsten eh nur für deinen nächsten Sprung? Ein Freestyleboard ist das was du brauchst! Komfort ist in dieser Boardkategorie eher hinten angestellt – es geht um Performance. Ein wenig fester abgestimmt darf es sein, damit du im Absprung auch das letzte Bisschen aus deinem Material herausholen kannst ohne das Kraft verloren geht. Ein bisschen mehr Rocker hilft dir dabei auch ungemütlichere Landungen wegzustecken. Und zu guter Letzt brauchst du noch ein bisschen mehr Grip in deinen Landungen und Absprüngen und das bekommst du am leichtesten über Channels im Unterschiff deines Boards!

Wakestyle

Pop, Pop, Pop – na gut und vielleicht Landungen, bei den nicht sofort deine Knie explodieren. Wakestyleboards sind am härtesten abgestimmt von allen Twintip Kiteboards auf dem Markt. Keine Kraft soll verloren gehen, die Kante möglichst stark aufgeladen und im Pop alles herausgeholt werden. Oft kommen Wakestyleboards mit einem starken Rocker und knüppelhart um die Ecke. Der starke Rocker federt die Landungen ab und erleichtert die Kurve nach dem aufladen deiner Kante für den Pop. Ein klassisches Beispiel für diese Bretter ist das Slingshot Asylum. In letzter Zeit kamen aber zum Beispiel mit dem Eleveight Commander Wakestylebretter auf den Markt, die ein anderes Konzept verfolgen - ein klein wenig weicher abgestimmt und dafür weniger Rocker. Durch den geringeren Rocker geht beim Pop weniger Kraft verloren. Vorrausetzung ist, dass du Load and Pop sicher beherrscht, da das einlenken ein wenig mehr Kraft und Können von dir abverlangt!

Foil

Zum Foilen brauchst du eines: Ein Foil unterm Board. Viele Foilbretter setzen auf eine Sandwichkonstruktion, wie sie auch bei Waveboards zum Einsatz kommt. Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel und es finden sich dünnere Konstruktionsweisen auf dem Markt. Du brauchst in jedem Fall eine Aufnahme für das Foil unter deinem Brett. Dann gilt es zu klären wie gut du foilst und was du machen willst. Wenn du sicher unterwegs bist und Geschwindigkeit alles für dich ist hilft dir ein kleineres spitzer zugeschnittenes Foil weiter. Solltest du gerade erst anfangen oder Komfort ist dir wichtiger solltest du dich für ein Board mit einer größeren Auflagerfläche entscheiden um den meisten Spaß auf dem Wasser zu haben!

2 - Wie gut kite ich?

Tatsächlich hat unserer Meinung nach das Brett am Anfang weniger Einfluss auf deinen Spaß auf dem Wasser als dein Kite. Nichts desto trotz hat es Einfluss und das richtige Brett hilft dir von Anfang an das Beste für dich herauszuholen.

Einsteiger/in

Da Freerideboards die vielseitigsten Bretter auf dem Markt sind und ihre Fahreigenschaften sich perfekt mit den Anforderungen von Einsteiger/innen decken empfehlen wir dir zu Anfang ganz klar ein Freerideboard. In der Schulung warst du vermutlich mit einem sehr großen Board unterwegs und für die ersten Versuche ist das auch genau das Richtige. Ein großes Board erleichtert dir den Wasserstart und das Fahren am Anfang ungemein. Dennoch raten wir dir nach einem Kurs nicht unbedingt zu einem extrem großen Board! Du wirst schnell besser werden und auch wenn du mit einem großen Board schneller Fortschritte machen wirst du dir schnell ein kleineres spritzigeres Brett wünschen. Wenn du jedoch genug gespart hast und damit leben kannst, dass du dir innerhalb einer Saison zwei Boards zulegen wirst go for it! Das große Brett wird nicht nutzlos in der Ecke rumstehen, denn auch wenn du schon ein erfahrener Kiter sein wirst, wird dir das große Board als Leichtwindbrett dienen und dir eine ganze Menge zusätzlicher Wassertage verschaffen!

Gelegenheitskiter/in

Wie bei Kites auch gibt es für dich unserer Meinung nach zwei Alternativen: Freeride oder Freestyle! Wenn du Meter machen willst und ab und zu mal einen hohen Sprung raushauen möchtest ist ein Freerideboard genau was du brauchst. Wenn du dich jedoch in erster Linie durch die Lüfte segeln siehst, du dich vielleicht auch mal aushaken möchtest oder über Boots nachdenkst sollte ein Freestyleboard auf deinem Wunschzettel stehen!

Spezialist/in

Du weißt was du brauchst – Foil, Wave oder Wake?! Jedoch gibt es in jeder dieser Boardkategorien natürlich unterschiedliche Boardkonzepte und Kleinigkeiten zu wissen, die wir gerne mit dir diskutieren bis wir das perfekte Board für deinen ganz individuellen Fahrstil gefunden haben!

3 - Welches Board passt zu mir?

Diese Frage lässt dich mit einem Blick an die Spots zu 90% beantworten: Twintip. Welche Boards gibt es noch neben dem Twintip und was macht sie aus ist dennoch interessant zu wissen.

Twin Tip

Die meisten Kiter/innen schwören aufs Twintip – und das zurecht. Das Twintip kann in allen Konditionen gefahren werden und ist an sich extrem vielseitig. Ein Holzkern mit Glasfaser- oder Karbonlaminat überzogen, vier Finnen am Unterschiff und Fußschlaufen sind das was die meisten brauchen um glücklich zu sein!


Directional Wave

Wenn du viel in der Welle unterwegs bist solltest du dir selbst zuliebe über ein Surfboard nachdenken. Die Konstruktion eines Kitesurfboards gleicht der von anderen Wellenreitern: Ein Schaumstoffkern mit eine Glasfaserlaminat überzogen und ein Holzstringer oder Karboneinlagen. Der Auftrieb des Boards sorgt dafür, dass du Wellen genau wie mit anderen Surfboards abreiten kannst ohne auf die Kraft deines Kites angewiesen zu sein. Dein Kite zieht dich nur wieder raus, den Spaß auf der Welle macht dein Board!


Directional Race

Vor dem Foilhype sah man immer mal wieder einige Racer an den Spots. Raceboards haben die gleiche Konstruktion wie Waveboards. Sie unterscheiden sich zum einen in ihren deutlich längeren und geraden Finnen und zum Anderen in der größeren Auflagerfläche der Boards. Der Begriff Kühlschranktür – aus dem Windsurfen adaptiert – eignet sich hervorragend um den Shape eines Raceboards zu beschreiben. Raceboards gleiten extrem schnell an und können dank ihrer Gleitfahrt auch sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen!


Foil

Dank der Foils wurde Geschwindigkeit neu definiert. Sie sind die schnellsten Bretter unter den Kiteboards, aber auch die die am meisten Kontrolle von dir abverlangen. Wenn du sicher mit dem Schirm umgehen kannst und deine Runden ohne Probleme drehst kann Foilen dich zu ungeahnten Glücksgefühlen beflügeln. Das Herz des Materials beim Foilen ist weder der Kite noch das Brett, sondern was sich unter deinem Brett befindet - das sogenannte Foil. An einer Aluminium- oder Karbonverlängerung befestigt sind zwei Flügel. Mit zunehmender Fahrtgeschwindigkeit heben diese dich aus dem Wasser und nur die Flügel verbleiben mit direktem Wasserkontakt. Da du auf diese Weise so gut wie keinen Wasserwiderstand hast wirst du deutlich schneller unterwegs sein als mit einem Twintip oder selbst mit einem Raceboard!


4 - Fußschlaufen, Strapless oder doch Boots?

Brauchst du Fußschlaufen, was bringen Boots und warum ist es manchmal Strapless einfach besser? Wenn dich die Frage plagt wie du dich am liebsten mit dem Brett deiner Wahl verbinden möchtest bist du hier genau richtig.

Fußschlaufen

Fußschlaufen können viele Gesichter haben. Auf Twintips, Waveboards, Raceboards oder Foilboards finden sich die Schlaufen. Auf Twintips gibt es neben Fußschlaufen noch die Möglichkeit mit festen Bindungen, sogenannten Boots zu fahren. Wenn extremer Freestyle die Disziplin deiner Wahl ist könnte diese für dich interessant sein. Für alle anderen bieten Fußschlaufen mehr Komfort und Flexibilität!

Strapless

Strapless bist du hauptsächlich auf  dem Waveboard unterwegs. Hier gibt es die eigene Freestyledisziplin Strapless und wenn du Wellen abreitest freust du dich über den zusätzlichen Bewegungsspielraum deiner Fußstellung!

Boots oder feste Bindungen

Boots schraubst du ausschließlich auf dein Twintip. Durch den zusätzlichen Halt den dir die festen Bindungen verleihen kannst du die Kante deutlich stärker belasten als mit Fußschlaufen. Außerdem verleihen dir die Boots in unsauberen Landungen nach Sprüngen zusätzlichen Halt und helfen dir so den ein oder anderen Sprung zu stehen bei dem es dir sonst die Fußschlaufen ausgezogen hätte. Um von Boots zu profitieren sind entweder Megaloops oder aber Wakestyle die Gründe, die dich aufs Wasser bringen!

5 - Welche Boardgröße brauche ich?

Wie bei Kites auch hängt die richtige Boardgröße in erster Linie von deinem Gewicht ab. Deine Größe kann auch eine Rolle spielen, da du aber den Abstand deiner Füße auf dem Board je nach dem welche Inserts du wählst frei bestimmen kannst, ist dein Gewicht der wichtigste Faktor!

Twin Tip

Anders als bei Kites lässt sich die Boardgröße nicht so leicht generalisieren. Schwerere und größere Fahrer/innen brauchen größere Boards, kleinere brauchen kleinere Boards. Entscheidend ist auch dein Fahrstil und deine Könnensstufe. Zu Anfang hilft dir ein längeres Board Höhe zu laufen und sorgt für eine sichere Fahrt. Wenn du sicherer unterwegs bist fühlt sich ein kleineres Board spritziger an und lässt dir mehr Freiheiten. Als Beispiel gehen wir von einer/m Fahrer/in von 75kg aus. Als Einsteigerbrett wäre ein Freerideboard von 138 – 141 cm eine sinnvolle Wahl. Mit ein wenig Erfahrung bietet sich dann ein Freestyle- oder Freerideboard von 136 – 139 cm an. Solltest du 75kg wiegen und auf der Suche nach einem Wakestyleboard sein liegt deine ideale Länge je nach Vorliebe bei 137-143 cm. Es kommt bei allen Boards auch immer auf den individuellen Shape an. Wenn du dir nicht ganz sicher bist frag uns gerne und wir helfen dir!

Wave

Auch die Größere deines Surfboards hängt hauptsächlich von deinem Gewicht ab. Aber auch dein Können und der spätere Einsatzbereich des Boards sind wichtig wenn es um die Länge geht. Kleinere Bretter sind schwerer zu fahren, da sie sich zu Anfang wackeliger anfühlen. Dafür bieten sie wenn du das Brett unter Kontrolle hast mehr Freiheit in deinen Turns und fühlen sich insgesamt verspielter an. In kleineren Wellen hilft dir ein größeres Board mit mehr Auftrieb auf der Welle zu bleiben. Bei Surfboards hängt die optimale Boardlänge extrem vom Shape des Boards ab. Die Herstellerangaben helfen hier weiter. Wenn du dir trotzdem nicht ganz sicher sein solltest meld dich einfach bei uns!

Foil

Ähnlich wie bei den Waveboards hilft die beim Foilen gerade am Anfang Auftrieb enorm. Deswegen empfehlen wir dir für den Anfang ein Board mit viel Volumen und gerne einer großen Auflagerfläche. Dadurch wird es dir leichter fallen in die schwebende Fahrt zu kommen und auch in den Halsen hilft dir ein großes Board weiter – solltest du mal nicht komplett durchgleiten. Entscheidender ist beim Foilen jedoch die Größe der Flügel – auch hier gilt umso größer die Fläche, umso leichter wird dir die Fahrt fallen. Kleine Flügel sind wendiger und erreichen allerdings auch eine höhere Geschwindigkeit. Viele Fortgeschrittene Fahre tendieren zu kleineren Boards – die Größe des Flügels hat jedoch einen größeren Einfluss auf das Fahrverhalten als die Größe deines Boards!

6 - Wie hart sollte mein Twip Tip sein?

Wenn Kiter/innen ein neues Board in die Hände bekommen testen die meisten erstmal den sogenannten Flex. Das heißt wie gut lässt sich das Board durchbiegen wenn ich mein Gewicht gegenlehne. Aus dem Flex lässt sich schon eine ganze Menge über das spätere Fahrverhalten ableiten.

Freeride

Ein Freerideboard sollte einen vergleichsweise weichen Flex haben. Dieser hilft dir gut durch Kabbelwasser zu kommen ohne ständig das Gefühl zu haben, dass dir jemand von unten gegen dein Brett hämmert. Wenn du erstmal ein paar Stunden mit einem harten Brett bei Kabbelwasser unterwegs warst wissen zumindest deine Knie wovon wir reden!

Freestyle

Ein Freestyleboard kann gerne einen härteren Flex haben als ein Freerideboard. Durch den härteren Flex geht im Absprung weniger Kraft verloren und am Ende zählt für dich ja sowieso nur die Performance!

Wakestyle

Wakestyleboards sind meisten die Bretter mit dem geringsten oder härtesten Flex. Hier soll die Kante möglichst stark belastet und aufgeladen werden ohne das Kraft verloren geht. Der harte Flex kann jedoch auch für eine weniger komfortable Fahrt sorgen – spätestens wenn du merkst wie viel Pop diese Boards haben ist es dir egal!

Einsteiger/in

Wir sehen im Bereich der Freerideboards die idealen Bretter für Einsteiger/innen. Komfort und ein sicheres Fahrgeühl stehen an vorderster Stelle und somit sollten auch Bretter, die für Einsteiger/innen geeignet sind einen weicheren Flex haben!

7 - Was gibt es sonst noch zu wissen?

Hier wollen wir dir nochmal ein paar Begriffe erklären mit denen am Strand so um sich geworfen wird. Wenn du beim nächsten Mal mitreden willst lies einfach weiter!

1 - Rocker

Den Rocker eines Brettes erkennst du, wenn du es auf eine gerade Oberfläche legst und von der Seite draufschaust. Die Biegung des Brettes nennt sich Rocker. Dabei unterscheidet man circa zwischen einer Millionen verschiedenen Rockerarten, die alle dann doch irgendwie gleich sind. The long story short: Viel Rocker bedeutet, dass du auf einer Bananenschale fährst. Und wer bei Mario Kart aufgepasst hat, der weiß, dass man sich auf einer Bananenschale gut drehen kann. Dementsprechend ist ein Brett mit viel Rocker sehr wendig und verzeiht dadurch zum Beispiel bei Landungen einige Fehler, wenn du einmal nicht 100% gerade landest. Gerade die Wakestyler/innen freut das. Aber wo ein Vorteil ist, da ist meist auch ein Nachteil. So bedeutet ein krummes Board, dass es durch die geringe Auflagefläche schlechter schwimmt und somit deutlich langsamer Fährt sowie weniger Höhe läuft. „Länge läuft“, wussten bereits die Segler. Mit einem sehr stark aufgerockerten Board bekommst du also ein Brett, was vieles verzeiht und sehr spielerisch ist, jedoch schlechtere Fahreigenschaften hat. Wenig Rocker hingegen bedeutet, dass du eine Rakete bekommst. Die sind ja meistens gerade gebaut, wenn wir bei der NASA richtig aufgepasst haben. Hier heißt es dann, „Länge läuft“. Dadurch, dass das Brett viel Kontakt zum Wasser hat, schwimmt es sehr gut und kann beim Höhefahren sehr einfach über die Kante gesteuert werden. Dir wird es damit also leichter fallen, gegen den Wind zu fahren. Dafür macht ein gerades Brett einem doch eher Kopfschmerzen, wenn man einmal nicht sauber landet. Denn dann landet man ebenfalls im Wasser. Hier ist es nichts mit Spielerischem rausdrehen aus dem Trick oder einem lässigen Surfacepass. Entweder landest du gerade oder du bekommst von deinem Brett die Rückmeldung, dass du noch einmal üben solltest. Wenn du aber möglichst hoch springen willst, dann hilft dir die lange gerade Kante beim Ankanten und du kommst deutlich höher als mit einem Wakestylebrett. Die Höhe verschafft dir dann ebenfalls genug Zeit für eine gerade Landung.

2 - Channels

Unter Channels versteht man die Rillen oder Einkerbungen auf der Unterseite deines Bretts. Die Idee ist, dass du durch diese zusätzlichen Grip und Laufruhe erhältst. Dies geht soweit, dass du zum Beispiel Wakestyleboards oftmals auch ohne Finnen fahren kannst ohne dabei die ganze Zeit wegzurutschen. Du wirst am Anfang Channels kaum spüren und den meisten Nutzen haben sie beim Ankanten oder in Landungen. Deshalb haben Freestyle- und Wakestyleboards die meisten Channels, wohingegen Freerideboards auch wunderbar ohne auskommen.

3 - Laminat

Die meisten Kitesurfbretter bestehen aus einem Glasfaserlaminat, welches unterschiedlich schwer ist, unterschiedliche Winkel der einzelnen Faser zueinander hat und in unterschiedlicher Anzahl an Lagen mit Hilfe von Epoxidharz zu einer harten Platte gepresst wird. Viele Boards haben Anteile von Karbonfaser, um besondere Stellen des Boards auszusteifen oder dem Board einen eigenen Flex zu verleihen. Viele Kiter schwören auf Vollkarbonboards und sind dafür auch bereit einen entsprechend höheren Material- und Herstellungspreis zu bezahlen. Karbonbretter sind leichter oftmals ein wenig härter als Glasfaserboards. Außerdem verlieren sie auch nach Jahren nicht ihren Flex und sind sehr langlebig!

4 - Kern

Die Meisten TwinTips bauen heutzutage auf einem Paulownia Holzkern auf. Dieses Holz ist sehr leicht und dabei sehr steif. Optimal also für dein Kitesurfboard. Vereinzelt findet man noch Kerne aus aufgeschäumten Kunststoff. In Sachen Langlebigkeit und Performance können diese aber nicht mit einem Holzkern mithalten!

5 - Outline

Outline bedeutet die Form deines Brettes, wenn du es von oben anschaust. Eine gerade, rechteckig geformte Outline bedeutet, dass du eine gerade lange Kante im Wasser hast. Das führt dazu, dass du gut Höhelaufen kannst. Der Nachteil ist, dass dein Brett weniger wendig ist. Wenn dein Board eher oval, also in der Mitte breiter als an den Tips geshaped ist wird es wendiger sein, kann dafür aber entsprechend schlechter Höhe laufen.

6 - Tips

Mit den sogenannten Tips bezeichnet man die vier Außenecken deines TwinTips. Viele Bretter weisen in den Tips einen weicheren Flex als in der Mitte des Boards oder unter den Fußschlaufen auf um hier gezielt die Kraft hinzulenken. Rechteckige Tips findet man meist bei Freestyle- und Wakestyleboards, da hier die Kante im Absprung möglichst voll belastet werden soll. Abgerundete Tips führen zu einem wendigeren Board und laufen besser durch Kabbelwasser – sie kommen oftmals bei Freerideboards vor.

7 - Finnen

Die meisten Finnen sind zwischen 40 – 50 mm lang. Manche Leichtwindboards haben größere Finnen bis 60 mm und fast alle Wakestyleboards haben kleinere Finnen um die 30 mm. Tatsächlich hat die Form der Finnen weniger Auswirkung auf die Fahrt als man es glauben würde und so spielen Finnen beim Kiten, anders als beim Windsurfen, eine untergeordnete Rolle.

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